Der Freitag wurde aufgrund des Wetters – anhaltender Regen am Morgen – für alle Klassen neutralisiert. Es blieb Zeit, sich ein wenig die Gegend anzuschauen oder sich von den Strapazen der letzten Tage zu erholen.

Die Vorhersage für Samstag dagegen sah wieder besser aus. Startaufbau 8:30 – 10:20 Uhr, Startrichtung 26, Briefing um 10:30 Uhr.

Walter Hermann, unser Meteorologe, beschrieb das Wetter gestern als vom Westen her labil und feucht – unter anderem die Voraussetzung für Schauer und Gewitter – also alles ist möglich. Die Wolkenbasis sollte um 12:00 UTC – also 14:00 Uhr lokal bei 1000m. Das bedeutet, dass vor 13:00 Uhr kaum Starts möglich sind.

Das Thermikende war nicht so richtig vorhersehbar, je nach Gewitterentwicklung konnte es abrupt vorbei sein oder etwas länger anhalten.
Getreu nach dem Motto von Christoph, unserem Sportleiter: “Nicht fliegen kann man immer noch” wurde um 12:00 Uhr noch schnell das Feld-Briefing für die offene Klasse durchgeführt, da es eine kleine Änderung in den Aufgabenblättern bezüglich eines Luftraums gegeben hat. Die Wettbewerbsregeln schreiben vor, dass dann immer ein Briefing durchgeführt werden muss.
Da es Samstag war, gab es auch einige Besucher, die sich das Spektakel aus nächster Nähe anschauen wollten.
Der erste Flieger startete bereits inklusive Kamera-Team für Luft- und Air-to-Air-Aufnahmen.
Folgende Aufgaben wurden ausgeschrieben:
Die offene Klasse durfte Tagesaufgabe A, eine Area-Assigned-Task (AAT) mit einer Minimum-Flugzeit von 03:00 Stunden und einer Strecke zwischen 305,0 km und 504,5 km fliegen. Vom Abflugpunkt Stendal Nord ging es erst nach Vogelberg, dann nach Gajki und wieder zurück.
Die Doppelsitzer hatten Tagesaufgabe A, eine Area-Assigned-Task (AAT) mit einer Minimum-Flugzeit von 02:30 Stunden. Die Strecke konnten sich die Piloten zwischen 257,4 km und 427,6 km legen. Abgeflogen sollte vom Punkt Stendal-Ost nach Kammermark über Strasburg und wieder zurück nach Stendal-Borstel.
Die 18m-Flieger bekamen Tagesaufgabe A, eine Area-Assigned-Task (AAT) mit einer Minimum-Flugzeit von 02:30 Stunden. Mit einer Strecke zwischen 223,3 km und 396,4 km starteten sie vom Abflugpunkt Stendal West nach Perleberg über Herzfelde und zurück.
13:40 wurde der Abflug für die offene Klasse freigegeben, als die Doppelsitzer bereits geschleppt wurden.
Der Pilotensprecher der DoSi’s berichtete heute morgen beim Pilotensprecher-Briefing, dass es etwas chaotisch unter der unterschiedlich hohen Wolkenbasis zuging. Es war zwar alles noch im Rahmen, trotzdem ist es bei einer niedrigen Wolkenbasis und weniger thermischer Optionen immer etwas knifflig.
Beim Schlepp der 18m-Klasse, fing es im Osten bereits an zu Grollen. Eine Gewitterzelle zog am Platz vorbei und brachte ein paar dicke Regentropfen. Auch am Horizont etwas weiter entfernt, türmten sich die Cumulus-wolken (“Schäfchenwolken”) in dieser labilen Luftschichtung auf zu Cumulonimbus (Gewitterwolken).
Das Wetterfenster war haarscharf bemessen. Kaum waren alle Flieger in der Luft und der Start der 18m-Klasse freigegeben, zog eine riesige Schauerwolke über den Flugplatz und verwandelte die staubige Wüste in ein matschiges Feld.

Via Live-Tracking konnte man gut erkennen, wie sich die Piloten durch die Luft bewegten.

Der Schauer war vorüber, schon meldeten sich die ersten Piloten der offenen Klasse vor dem Zielkreis und landeten auf dem Platz vor einer tiefgrauen Kulisse aus Gewitterwolken, die westlich des Platzes vorbeizogen.
Die gestrigen Wertungen findet ihr hier.
In der offenen Klasse gewinnt Markus Frank (FE) mit seiner EB29 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 125,42 km/h:
Den Tagessieg der DoSi’s machen Alberto Sirogni und Elena Fergnani (iAM) aus Italien in ihrem Arcus T mit einem 114,75 km/h-Durchschnitt:
Der Gewinner der 18m-Klasse Ronald Reith (iES) aus Rumänien mit seiner ASG29 und einer Geschwindigkeit von 99,54 km/h:
Wir gratulieren.